AMINUR RAHMAN
Poet | Writer | Editor | Critic | Translator | Painter
EINSAME ABHÄNGIGKEIT
Wenig kann mich in diesen Tagen verletzen
die Botschaft meiner Trauer lebt weiter.
Meine einsame Abhängigkeit erwacht um Mitternacht,
ich fühle die Kälte unter meinen Füßen;
meine Augen weit offen, sehen die endlose Ausdehnung
von einem Gerichtsplatz der Existenz umgeben,
nichts als dein Schatten.
Wer bist du? Wer bist du?
Manches Mal fühlst du dich vertraut
andere Male wiederum unbehaglich.
Manches Mal lebt das Spiel des Lichts in dir,
andere Male bloß die Dunkelheit der Dämmerung.
Manches Mal erscheinst du so einfach,
andere Male voll der Zweifel.
Manches Mal scheinst du von dieser Welt zu sein,
andere Male von einer ganz anderen.
Manches Mal bist du kindisch,
andere Male völlig schweigsam.
Wer bist du? Wer bist du?
Die Nacht zittert, das Herz flattert
wie Blätter im Wind flüstern.
Die Wellen auf dem stillen Fluss schlagen
unbeweglich die Fische
und die Sterne winken Träume.
Wer bist du? Wer bist du?
Verschlungen von einer tonlosen Welt
sitze ich alleine
als die rote Nacht vor sich hin blutet.
Eine weitere Nacht macht sich bereit,
breitet sich aus, bewegt sich weiter, dreht sich um
und flüstert ihr selbstmörderisches Drängen.
Wer bist du? Wer bist du?
Sehr wenig kann mich verletzen an diesen Tagen,
für immer lebt mein Schmerz weiter.